Gesundheits-Rituale

Ich habe dir im letzten Newsletter versprochen, dass ich dir noch einige Tipps geben möchte, was man für seine Gesundheit gerade in einer so turbulenten Zeit machen könnte. Und da gibt es wahrlich viel. Das dümmste ist wohl auf eine Impfung zu warten, die sowieso sinnlos ist.

 

Das erste ist ein einfaches kurzes Ritual, zu dem mich meine Yogalehrerin Christiane Wolff vom Flowing OM, inspiriert hat.

Dann möchte ich dir noch zwei weitere Morgenrituale aus dem Ayurveda vorstellen. Ayurveda ist die Wissenschaft des Lebens. Die Ursprünge des Ayurveda sind weit über 5000 Jahre alt.

 

Tauche ein in die Magie der Rituale. Diese bringen dich ins Jetzt, bringen Struktur und eine gewisse Ordnung in dein System. Also stelle deinen Wecker etwas früher.

 

Es braucht keine festgefahrenen Regeln. Passe diese deinem Tagesablauf an und denke auch an Leichtigkeit und Lockerheit.

Morgenritual direkt nach dem Aufwachen:

Wenn du am Morgen aufwachst, so dehne und strecke dich noch im Bett wie eine Katze dies tun würde, wenn sie sich wohlfühlt und alle Zeit der Welt hat. Mit einem bewussten verlängerten Ausatemzug kannst du dich bewusst von der Nacht verabschieden. Mit einer tiefen Einatmung bedanke dich für den neuen Tag.

 

Wende dich nun bewusst und freundlich deinem Körper zu. Bleibe jeweils für 3 Atemzüge in bestimmten Bereichen deines Körpers. Beginne bei den Füssen und wandere schrittweise nach oben.

 

Schenke deinen Füssen 3 Atemzüge und bedanke dich, dass deine Füsse dich viele Schritte in diesem Tag gehen lassen.

Bedanke dich zum Beispiel mit:

3 Atemzügen bei den Beinen, die dich durch den Tag balancieren.

3 Atemzügen bei deinem Bauch, der dir ein wertvolles Bauchgefühl und eine gesunde Verdauung schenkt.

3 Atemzügen bei deinem Herz für das Pulsieren durch den Tag.

3 Atemzügen bei deinen Händen, die dich begreifen lassen.

usw.

 

Sei offen! Du darfst dabei sehr kreativ sein! Finde deine persönliche Körperreise.

 

Beende die Körperreise mit einer Umarmung. Lege deine Hände auf deine Schulter sodass sich deine Arme über dem Brustbein kreuzen. Sag dir selbst: ich bin bereit für diesen Tag. Ich bin bereit diesen Tag mit Freude zu leben.

 

Die Herausforderungen lösen sich damit natürlich nicht auf. Du kannst aber mit einer positiven inneren Haltung in den neuen Tag starten. Und du kommst am Anfang des Tages mit dir selbst in Kontakt.

 

Unterbreche dein Tun, deine Gedanken mehrfach am Tag mit kurzem Innehalten und Dankbarkeit. Beim zurzeit sehr häufigen Händewaschen kannst du beispielsweise bewusst deine Dankbarkeit aussprechen für das saubere Wasser, das zu deinem Wasserhahn raus fliesst ).

 

Am Abend im Bett umarme dich nochmals wie am Morgen. Du kannst den Tag auf deine Art und Weise reflektieren. Viel Spass!

 

 

Oelziehen

Oelziehen ist eine ganz einfache Methode zur täglichen Entgiftung, die sowohl in der Naturheilkunde als auch in der ayurvedischen Medizin verwendet wird. Das Oelziehen gehört schon lange zu meiner Morgenroutine. Ich verwende wie traditionell empfohlen ein Sesamöl. Ich finde dies sehr angenehm im Geschmack. Du kannst aber auch Leinöl oder ein anderes mildes Oel verwenden. Du kannst dir natürlich auch selber ein Oel zusammenstellen. Du nimmst ein Basisöl und fügst diesem einen Tropfen ätherisches Oel hinzu. Es eignen sich dazu:

 

Pfefferminze (erfrischend)

Basilikum (beruhigend)

Eukalyptus (desinfizierend)

 

Ein ganz normales Sesamöl reicht aber völlig aus. Mache es nicht kompliziert. Besser du machst es!

 

Morgens nach dem Aufwachen als erste Handlung ist die beste Zeit fürs Oelziehen. Idealerweise bevor du etwas trinkst, sonst würdest du ja die angesammelten Stoffe mit deinem morgendlichen Getränk aufnehmen, statt dich von ihnen zu befreien. Nimm ein Teelöffel (die passende Menge für dich darfst du etwas ausprobieren) und bewege das Oel nun kräftig hin und her. Ziehe es durch die Zahnzwischenräume und mache Kaubewegungen. Dadurch werden die Giftstoffe mobilisiert und in der öligen Substanz gebunden.

 

Ideal wäre die ganz Prozedur mindestens 10 Minuten zu machen. Aber auch hier, mache dich nicht verrückt. Wenn’s auch mal weniger ist, so ist das nicht schlimm. Die 10 Minuten hören sich im ersten Moment lange an, aber du kannst in dieser Zeit dein Frühstück zubereiten, duschen  oder deine Morgentoilette machen.

 

Wichtig ist nun, dass du nach den ungefähr 10 Minuten, das Oel in ein Haushaltpapier spuckst und das Papier im normalen Abfall entsorgst. Herunterschlucken ist ein absolutes «no go». Dann entfernst du die Toxine und Co. nicht, sondern beförderst sie gleich in deinen Verdauungstrakt, wo sie wieder resorbiert werden. Du wirst sehen, dass sich das Oel sowohl in Farbe als auch in Konsistenz verändert hat. Das ist durch die Bewegung im Mund und durch die nun darin gebundenen Stoffwechselrückstände verursacht.

 

Und echt... bitte Oel nicht im Waschbecken oder Toilette entsorgen. Zum einen würden deine Abläufe verstopfen, zum anderen tust du auch der Umwelt was Gutes!

 

Spüle dann deinen Mund mehrmals gründlich mit Wasser aus.  Für mich ist jetzt der Zeitpunkt, wo ich die Zunge schabe und dann auch meine Zähne putze.

 

Ueber diese Reihenfolge scheiden sich die Geister etwas. Du kannst auch zuerst die Zunge schaben und dann das Oelziehen machen. Hier ist deine Intuition gefragt. Ich persönlich mache immer zuerst das Oelziehen.

 

Bei Fragen darfst du mich gerne kontaktieren.

 

 

Und wie funktioniert das zungenschaben?

Das tägliche Zungenschaben ist sehr einfach in der Anwendung und kann ganz schnell in deine tägliche Routine übergehen. Du brauchst einen speziellen Zungenschaber, den es in der Drogerie, Bioläden oder Reformhäuser kostengünstig zu kaufen gibt. Alternativ kannst du auch einen Teelöffel benutzen.

 

Setze den Schaber hinten an der Zunge an (Achtung: nicht zu weit hinten, sonst gibt es einen unangenehmen Würgereflex). Zieh ihn mehrmals sanft bis zur Zungenspitze. Zwischendurch kannst du den Schaber kurz unter laufendes Wasser halten, um ihn zu reinigen. Spüle anschliessend deinen Mund mehrmals gründlich aus. Und das war es schon.

 

Ich mache das Zungenschaben direkt nachdem ich das Oel in ein Haushaltpapier gespuckt habe. Danach putze ich meine Zähne und bin bereit für den Tag! Probiere es aus .

 

 

Es folgen bald noch weitere Rituale wie:

 

warmes Wasser - dein morgendlicher Feuchtigkeitsboost und Stoffwechselturbo.